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Evidenzbasierte Praxis für Therapie und Rehabilitation.

Meldung

Hoy-Reha verbindet Physiotherapie mit wissenschaftlicher Forschung

Die Lausitzer Rundschau berichtet, dass die Hoy-Reha GmbH ein Forschungsprojekt aufgelegt hat, das einen neuen Ansatz für die Physiotherapie in Hoyerswerda untersucht.

Hoy-Reha verbindet Physiotherapie mit wissenschaftlicher Forschung

Die Hoy-Reha GmbH aus Hoyerswerda startet gemeinsam mit der BTU Cottbus-Senftenberg ein Forschungsprojekt, das einen neuen Ansatz für die Physiotherapie verfolgt. Gleichzeitig fordert die Chartered Society of Physiotherapy (CSP) auf dem SNP-Parteitag in Aberdeen eine deutlich stärkere Einbindung physiotherapeutischer Kompetenzen in die Gesundheitsversorgung. Beide Entwicklungen zeigen, dass sich die Rolle der Physiotherapie in Europa gerade spürbar verschiebt.

Praxis und Forschung enger zusammenrücken

Beteiligt sind Geschäftsführer Christian Kühne, wissenschaftliche Mitarbeiterin Katja Schimske der BTU Cottbus-Senftenberg, Leitender Arzt Rainer Glathe und Therapeutischer Leiter Christoph Kölling. Dass ein regionaler Rehabilitationsanbieter aktiv mit einer Hochschule forscht, statt wissenschaftliche Impulse nur rezeptiv aufzunehmen, ist für die Branche kein Alltag. Solche Kooperationen zeigen, wie evidenzbasierte Methoden direkt aus der Behandlungspraxis heraus weiterentwickelt werden können.

Welche konkreten Inhalte der neue Ansatz umfasst, geht aus der bisherigen Berichterstattung noch nicht hervor. Wer die Entwicklung verfolgen möchte, sollte die weiteren Meldungen der Lausitzer Rundschau und die Kommunikation der BTU Cottbus-Senftenberg im Blick behalten.

CSP will Physiotherapie fest in der Gesundheitsreform verankern

Die Chartered Society of Physiotherapy nutzte einen Veranstaltungstermin beim SNP-Parteitag in Aberdeen vom 15. bis 18. Oktober, um für eine deutlich stärkere Rolle von Physiotherapeuten und anderen verwandten Heilberufen in Schottlands zukünftiger Gesundheits- und Pflegeversorgung zu werben. Im Zentrum standen Prävention, besserer Zugang zu kommunalen Diensten und ein biopsychosoziales Versorgungsmodell. Die CSP argumentiert, dass nur so die Überlastung stationärer Dienste abgefedert werden kann und dass dafür ein kultureller Wandel weg vom rein medizinischen Modell nötig ist.

Die zuständige Gesundheitsministerin von Schottland, Angela Constance, erkannte den Bedarf an besserer Vernetzung und stärkerem Präventionsfokus an und merkte gleichzeitig an, dass Patienten noch zu oft zwischen einzelnen Diensten hin- und hergeschoben werden.

Was Therapeuten daraus mitnehmen können

Die Entwicklungen aus Hoyerswerda und Schottland liegen geografisch weit auseinander, berühren aber dieselbe Grundfrage: Wie kommt die physiotherapeutische Expertise stärker in Versorgungsentscheidungen und Forschungsvorhaben ein? Drei konkrete Ansatzpunkte lassen sich für die eigene Praxis ableiten:

  • Praxis-Forschungskooperation anfragen: Fachhochschulen und Universitäten suchen regelmäßig Partner für Anwenderforschung. Ein Gespräch mit lokalen Hochschulinstituten kann der erste Schritt sein.
  • Biopsychosoziales Modell im eigenen Behandlungskonzept prüfen: Wer in dieser Logik arbeitet, positioniert sich stärker gegenüber rein strukturellen Therapieansätzen und lässt sich früher in Versorgungsdebatten einbeziehen.
  • Reformschritte in Schottland als Frühwarnsignal lesen: Wenn die CSP dort für mehr Gewicht der Physiotherapie kämpft, wird die gleiche Debatte auch in Deutschland und Österreich relevant. Wer hier früh auf die neue Rolle vorbereitet ist, hat in zukünftigen Vertragsverhandlungen einen Vorteil.